Im Garten

Auf der Suche nach der Artenvielfalt im heimischen Garten

Häufig sind wir auf Tour (siehe Rubrik "Reisen") um Ausschau zu halten nach tierischen Fotomotiven, wobei zumeist die exotischen Arten viel Aufmerksamkeit erhalten. Nun ist es an der Zeit genau das Gegenteil zu tun und zu schauen, welche Tiere zu uns kommen. Wir werden an dieser Stelle nur solche Tiere vorstellen, die freiwillig und ganz von alleine unseren Garten betreten oder von unserem Garten aus zu sehen sind. Somit besteht die Chance, auch den einen oder anderen Vogel aus Nachbars Garten zu erwischen.

Wir haben einen recht kleinen Garten, überwiegend mit Rasen bedeckt, dazu ein kleiner Teich und ein paar Sträucher. Das Gelände wird umringt von anderen Wohnhäusern und einigen Bäumen, eben ein typischer kleiner Garten in einer ganz gewöhnlichen Wohnsiedlung. Und dennoch ist es erstaunlich, was man zuhause alles entdecken kann.


Eichhörnchen


Beinahe täglich kommen die Eichhörnchen (Sciurus vulgaris fuscoater) vorbei. Im Herbst nutzen sie gerne die Pflanzkübel um dort Nüsse und andere Vorräte zu verstecken. Zumeist aber suchen sie nach Futter. Dies ist besonders bequem, wenn in der kalten Jahreszeit die Vogelhäuschen mit Leckereien gefüllt sind. Übrigens können sich Eichhörnchen nicht alle ihre Verstecke einprägen. Das führt dazu, dass die vergessenen Samen im Frühjahr keimen. Die Vergesslichkeit der Eichhörnchen kann man somit als einen wichtigen Beitrag zur Erneuerung und Verjüngung des Waldes interpretieren.

Sciurus vulgaris fuscoaterEuropäisches Eichhörnchen
(Sciurus vulgaris fuscoater)
Sciurus vulgaris fuscoaterEuropäisches Eichhörnchen
(Sciurus vulgaris fuscoater)
Sciurus vulgaris fuscoaterEuropäisches Eichhörnchen
(Sciurus vulgaris fuscoater)
Sciurus vulgaris fuscoaterEuropäisches Eichhörnchen
(Sciurus vulgaris fuscoater)
Sciurus vulgaris fuscoaterEuropäisches Eichhörnchen
(Sciurus vulgaris fuscoater)
Sciurus vulgaris fuscoaterEuropäisches Eichhörnchen
(Sciurus vulgaris fuscoater)
Sciurus vulgaris fuscoaterEuropäisches Eichhörnchen
(Sciurus vulgaris fuscoater)
Sciurus vulgaris fuscoaterEuropäisches Eichhörnchen
(Sciurus vulgaris fuscoater)


Erdkröten


Seit einigen Jahren wiederholt sich jeweils im Frühling ein faszinierendes Schauspiel an unserem Gartenteich. Die Erdkröten kommen zurück! Die Jungtiere aus früheren Jahren suchen ihren Laichplatz auf um selbst für Nachkommen zu sorgen. Sie bleiben nur ein paar Tage und lassen einige tausend Eier zurück.Etwa bis Anfang März verbleiben die Erdkröten in ihren frostsicheren Winterquartieren. Dazu bevorzugen sie Erdlöcher oder geschützte Verstecke, zum Beispiel unter Baumstümpfen. Wenn dann die Außentemperatur konstant 7 bis 10°C aufweist, beginnt eine gefährliche Reise, die durchaus mehrere Kilometer betragen kann. Ziel ist das Laichgewässer, also der Ort, am dem sich die eigene Umwandlung von der Kaulquappe zur Kröte ereignet hat. Erdkröten bewegen sich relativ langsam und müssen dabei oft gefährliche Straßen überqueren. Weitere Gefahrenquellen sind Kellerschächte und Gullys. Auch am Zielort kann es böse Überraschung geben, wenn das gesuchte Gewässer nicht mehr existiert oder, z.B. aufgrund von Baumaßnahmen für sie nicht mehr zugänglich ist. Da die Erdkröten sehr ortstreu sind, gilt es nun eine nahe gelegene Alternative zu finden.

Bufo bufoErdkröte an Land
Bufo bufoErdkröte an land
Erdkröten im TeichErdkröten im Teich
Bufo bufoErdkröte unter Wasser

In vielen Populationen herrscht ein Überschuss an männlichen Tieren. Daher gilt es, schon früh ein Weibchen zu erobern und Nebenbuhler auf Distanz zu halten. So ist es nicht ungewöhnlich, dass sich männliche Tiere bereits auf der Wanderung am Weibchen festklammern und sich von diesem wie ein Rucksack zum Laichgewässer tragen lassen. Ein Weibchen legt den Laich in 2 bis 4 Meter langen Schnüren ab, der dann vom Männchen befruchtet wird. Der Laichvorgang dauert mehrere Stunden. Die Gesamtzahl Eier beläuft sich pro Weibchen auf etwa 3000 bis 6000, wobei ein Ei ca. 1,5 mm groß ist. Einige Tage später schlüpfen die schwarz gefärbten Kaulquappen. Die adulten Tiere verlassen die Gewässer kurz nach dem Ablaichen und ziehen sich wieder auf das Land zurück. Nach etwa 3 Monaten haben die Jungtiere die Metamorphose von der Kaulquappe zum vierbeinigen Landtier durchlaufen. Die etwa 10mm großen Kröten verlassen das Gewässer meist in größeren Gruppen. Bevorzugter Lebensraum sind lichte Laubwälder, Gärten und Parkanlagen. Sie ernähren sich von Schnecken, Würmern, Spinnen und Insekten. Geschlechtsreif werden sie mit 3 Jahren. Ihre Lebenserwartung liegt bei 10 bis 12 Jahren.

Paarung der ErdkrötenPaarungen
Laich-SchnüreLaich-Schnüre
KaulquappenKaulquappen
KaulquappeKaulquappe


Insekten


Distelfalter (Vanessa cardui)Distelfalter
(Vanessa cardui)
Distelfalter (Vanessa cardui)Distelfalter
(Vanessa cardui)
Rapsweißling oder Grünader-Weißling (Pieris napi)Rapsweißling oder Grünader-Weißling
(Pieris napi)
Rapsweißling oder Grünader-Weißling (Pieris napi)Rapsweißling oder Grünader-Weißling
(Pieris napi)
Kleiner Fuchs (Aglais urticae)Kleiner Fuchs
(Aglais urticae)
Kleiner Fuchs (Aglais urticae)Kleiner Fuchs
(Aglais urticae)
Achateule (Phlogophora meticulosa)Phlogophora meticulosa
(Achateule)
Tagpfauenauge (Aglais io)Tagpfauenauge
(Aglais io)
Grosser Kohlweissling (Pieris brassicae)Grosser Kohlweissling
(Pieris brassicae)
Grosser Kohlweissling (Pieris brassicae)Grosser Kohlweissling
(Pieris brassicae)
Frühe Adonislibelle (Pyrrhosoma nymphula)Frühe Adonislibelle
(Pyrrhosoma nymphula)
Frühe Adonislibelle (Pyrrhosoma nymphula)Frühe Adonislibelle
(Pyrrhosoma nymphula)
Große Pechlibelle (Ischnura elegans)Große Pechlibelle
(Ischnura elegans)
Große Pechlibelle (Ischnura elegans)Große Pechlibelle
(Ischnura elegans)
Blaugrüne Mosaikjungfer (Aeshna cyanea)Blaugrüne Mosaikjungfer
(Aeshna cyanea)
Blaugrüne Mosaikjungfer (Aeshna cyanea)Blaugrüne Mosaikjungfer
(Aeshna cyanea)
Siebenpunkt-Marienkäfer (Coccinella septempunctata)Siebenpunkt-Marienkäfer
(Coccinella septempunctata)
Siebenpunkt-Marienkäfer (Coccinella septempunctata)Siebenpunkt-Marienkäfer
(Coccinella septempunctata)
Asiatischer Marienkäfer (Harmonia axyridis)Asiatischer Marienkäfer
(Harmonia axyridis)
Asiatischer Marienkäfer (Harmonia axyridis)Asiatischer Marienkäfer
(Harmonia axyridis)
Rothalsbock (Stictoleptura rubra)Rothalsbock
(Stictoleptura rubra)
Moschusbock (Aromia moschata)Moschusbock
(Aromia moschata)
Gallische Feldwespe (Polistes dominula)Gallische Feldwespe
(Polistes dominula)
Dunkle Erdhummel (Bombus terrestris)Dunkle Erdhummel
(Bombus terrestris)
Frühlings-Seidenbiene (Colletes cunicularius)Frühlings-Seidenbiene
(Colletes cunicularius)
Gemeine Seidenbiene (Colletes daviesanus)Gemeine Seidenbiene
Colletes daviesanus)
Grüne Stinkwanze in der Herbstfärbung (Palomena prasina)Grüne Stinkwanze (Herbstfärbung)
(Palomena prasina)
Kellerspinne (Amaurobius ferox)Kellerspinne
(Amaurobius ferox)
Rote Samtmilbe (Trombidium holosericeum)nur 4 mm groß: die Rote Samtmilbe
(Trombidium holosericeum)
Lederwanze oder Saumwanze (Coreus marginatus)Lederwanze oder Saumwanze
(Coreus marginatus)
Gemeine Feuerwanze (Pyrrhocoris apterus)Gemeine Feuerwanze
(Pyrrhocoris apterus)
Gemeiner Wasserläufer (Gerris lacustris)Gemeiner Wasserläufer
(Gerris lacustris)


Vögel


Zu den treuesten Besuchern unseres Gartens zählen zweifellos die Kohlmeisen. Eigentlich ist die Bezeichnung Besucher falsch. Bewohner wäre eine angemessene Beschreibung. Seit vielen Jahren nisten sie in den Bäumen oder in einem der von uns angebotenen Nistkästen. Die Eltern sind unentwegt damit beschäftigt, Nahrung heranzuschaffen und die Kotreste der Jungtiere zu entsorgen. Ein harter Job. Darüber hinaus übernehmen sie die Arbeit eines Sicherheitsdienstes. Erst wird die Umgebung aus sicherer Entfernung kritisch begutachtet. Hat sich irgendetwas verändert? Sind Fressfeinde in der Nähe? Ist das Nest in Gefahr? Erst wenn keine Gefahr droht, wird das Nest angeflogen. Meist kommt es zu zwei Jahresbruten. Völlig anders verhält es sich mit den Graureihern. Sie sind zwar auffällige, aber eher seltene Gäste. Ihr Interesse gilt, wie sollte es auch anders sein, ausschließlich den Fischen im Gartenteich.

Parus majorAus sicherer Entferung
wird die Umgebung geprüft
Parus majorErscheint alles sicher, wird die Nahrung
zu den Jungtieren gebracht
Parus majorBeim Herausfliegen
wird der Kot entsorgt
Parus majorJungtier
kurz nach verlassen des Nests
Ardea cinerea cinereaGraureiher
(Ardea cinerea cinerea)
Cyanistes caeruleusBlaumeise
(Cyanistes caeruleus caeruleus)
Turdus philomelosSingdrossel
(Turdus philomelos)
Phoenicurus ochrurosHausrotschwanz
(Phoenicurus ochruros)
Garrulus glandarius glandariusEichelhäher
(Garrulus glandarius glandarius)
Sturnus vulgarisStare
(Sturnus vulgaris)
Turdus merulaweibliche Amsel
(Turdus merula)
Turdus merulamännliche Amsel
(Turdus merula)
Columba palumbusRingeltaube
(Columba palumbus)
Passer domesticusweiblicher Haussperling oder Spatz
(Passer domesticus)
Passer domesticusmännlicher Haussperling oder Spatz
(Passer domesticus)
Heckenbraunelle (Prunella modularis modularis)Heckenbraunelle
(Prunella modularis modularis)
Chloris chlorisweiblicher Grünfink
(Chloris chloris)
Chloris chlorismännlicher Grünfink
(Chloris chloris)
Fringilla coelebs coelebsmännlicher Buchfink
(Fringilla coelebs coelebs)
Fringilla coelebs coelebsweiblicher Buchfink
(Fringilla coelebs coelebs)
Stieglitz oder Distelfink im Anflug (Carduelis carduelis)Stieglitz im Anflug
(Carduelis carduelis)
Stieglitz oder Distelfink (Carduelis carduelis)Stieglitz
(Carduelis carduelis)
Apus apusMauersegler
(Apus apus)

 


Weitere Tiere


Erst einmal haben wir eine Wechselkröte bemerkt. Sie hatte sich bei starkem Regen unter der Mülltonne versteckt.

Wechselkröte (Bufotes viridis)Wechselkröte
(Bufotes viridis)
Wechselkröte (Bufotes viridis)Wechselkröte
(Bufotes viridis)
Braunbrustigel (Erinaceus europaeus)Braunbrustigel
(Erinaceus europaeus)
Waldmaus (Apodemus sylvaticus)Waldmaus
(Apodemus sylvaticus)