Galerie der Anserini
Anserini ist der namensgebende Tribus innerhalb der Unterfamilie Gänse (Anserinae). Die beiden anderen sind die Schwäne (Cygnini) und die Hühnergänse (Cereopsini). Zu den Echten Gänsen gehören die beiden Gattungen Anser (Feldgänse) mit 11 rezenten Arten und Branta (Meergänse) mit 6 rezenten Arten.
Die Feldgänse sind große Vögel mit kurzen rosa oder orangefarbenen Beinen und einem langem Hals. Bei den ebenfalls rosa oder orangefarbenen Schnäbeln sind die Kieferränder nicht ganz geschlossen, wodurch Zähne von außen sichtbar sind. Zu den Feldgänsen gehören auch die Hausgans als domestizierte Form der Graugans und Höckergans als Zuchtform der Schwanengans.
Die Meergänse sind haben ein wesentlich dunkleres Gefieder als die Feldgänse, einen schwarzen Schnabel und schwarze Füße. Der wissenschaftliche Gattungsname Branta kommt vom englischen Brent goose (schwarze Gans). Daher werden die Meergänse im englischen Sprachgebrauch als „Black Geese“ bezeichnet. Eine Besonderheit in dieser Gruppe ist die Hawaiigans. Ihr Lebensraum auf Hawaii ist geprägt durch Lavafelder, Strauchwerk und dem Mangel an stehenden Gewässern. Die Schwimmhäute zwischen den kräftigen Zehen sind deutlich reduziert und sie lebt und brütet ausschließlich an Land.
Feldgänse
[SCOPOLI, 1769]
- Deutsch: Blässgans
- English: Greater White-fronted Goose
- Español: Ánsar careto
- Français: Oie rieuse
- Íslenska: Blesgæs
- Italiano: Oca lombardella
- Lëtzebuergesch: Blässgäns
- Nederlands: Kolgans
- Bokmål / Nynorsk: Tundragås
- Português: Ganso-grande-de-testa-branca

Anser albifrons
im Weltvogelpark Walsrode
[LINNAEUS, 1758]
- Deutsch: Graugans
- English: Greylag Goose
- Español: Ansar común
- Français: Oie cendrée
- Íslenska: Grágæs
- Italiano: Oca selvatica
- Lëtzebuergesch: Grogäns
- Nederlands: Grauwe Gans
- Bokmål / Nynorsk: Grågås
- Português: Ganso-bravo

Anser anser
am Kalscheurer Weiher in Köln

Anser anser
in Köln-Rondorf

Anser anser
in Seydisfjördur, Island
Anser anser f. domestica (Diepholzer Gans)
Die Diepholzer Gans wurde in der Moorlandschaft der ehemaligen Grafschaft Diepholz (Niedersachsen) zum Ende des 19. Jahrhunderts aus Landgänsen herausgezüchtet. Es ist eine schneeweiße, mittelgroße, rundliche Landgans mit einem orangefarbenen Schnabel und rötlichen Füßen. Sie gilt als robust und widerstandsfähig gegen Krankheiten. Ein Ganter kann ein Gewicht von 7 Kilogramm erreichen, eine Gans etwa 5,5 bis 6,0 Kilogramm. Auf der Roten Liste der gefährdeten Nutztierrassen in Deutschland, veröffentlicht von der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V. (GEH), wird die Diepholzer Gans als gefährdet (Gefährdungsstatus: Kategorie III) eingestuft.
- Deutsch: Diepholzer Gans
- Français: Oie de Diepholz

Diepholzer Gans
im Kölner Zoo

Diepholzer Gans
im Kölner Zoo
Anser anser f. domestica (Leinegans)
Die Leinegans wurde im Gebiet um den gesamten Flusslauf der Leine gezüchtet. Ihre Bestände gingen in den 1950er Jahren zurück. Sie wurden verdrängt von billig aus dem Ausland importierten Schlachtgänsen. Ende der 1960er Jahre galt die Leinegans als ausgestorben. 1994 wurden in Niedersachsen und Thüringen einige wenige Exemplare entdeckt. Mit sechs reinrassigen Tieren wurde die Nachzucht begonnen. Ein Ganter kann ein Gewicht von sechs bis acht Kilogramm erreichen, eine Gans etwa vier bis sechs Kilogramm. Auf der Roten Liste der gefährdeten Nutztierrassen in Deutschland, veröffentlicht von der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V. (GEH), wird die Leinegans als gefährdet (Gefährdungsstatus: Kategorie III) eingestuft.
- Deutsch: Leinegans
- Français: Oie de la Leine

Leinegans
im Zoo Neuwied

Leinegans
im Eifelzoo Lünebach-Pronsfeld
Anser anser f. domestica (Lockengans)
Die weichen, gelockten Federn auf Rücken, Schwanz und Flügeln war ursprünglich eine Mutation bei gewöhnlichen Landgänsen. In den Ländern rund um das Schwarze Meer gefiel diese Besonderheit den Menschen so gut, dass die Gänse gezielt gezüchtet wurden. Die Züchtungen gelangten in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts auch nach Mitteleuropa. Sie gelten als umgänglich und ruhig. Allerdings können sie aufgrund des lockeren Gefieders nicht fliegen und sind nicht gut geschützt vor Kälte und Nässe.Da sich die Lockenfedern mit Wasser vollsaugen, können die Gänse nicht dauerhaft schwimmen. Auf der Roten Liste der gefährdeten Nutztierrassen in Deutschland, veröffentlicht von der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V. (GEH), wird die Leinegans als gefährdet (Gefährdungsstatus: Kategorie III) eingestuft.
Anser anser f. domestica (Pommerngans)
Der Beginn der planmäßigen Zucht als Fleischgans wird um 1300 datiert. 1550 wurden schwere Gänseschläge auf Rügen erwähnt, die durch gezielte Selektion immer schwerer wurden. Seit 1912 gilt die Pommergans als eigenständige Rasse. Heute wird sie in ganz Deutschland gezüchtet und gehört zu den beliebtesten Gänserassen Deutschlands. Es gibt drei Farbenschläge: Grau, Weiß und Graugescheckt. Ein Ganter kann ein Gewicht von acht bis neun Kilogramm erreichen, eine Gans etwa sieben bis acht Kilogramm.
- Deutsch: Pommerngans oder Rügener Gans
- English: Pomeranian goose
- Français: Oie de Poméranie

Pommerngänse
am Moselufer in Konz

Pommerngänse
am Moselufer in Konz

Pommerngänse
am Moselufer in Konz
Anser anser f. domestica (Steinbacher Kampfgans)
Die Steinbacher Kampfgans wurde im 19. Jahrhundert in Thüringen in der Gegend von Steinbach-Hallenberg und Brotterode aus der Kreuzung von Landgänsen und Höckergänsen gezüchtet. Typisches Merkmal ist ihre schwarze Gebissleiste. Der Name "Kampfgans" entstand, da die Gänse früher für Ganterkämpfe verwendet wurden. Das Gewicht der Ganter liegt zwischen 5,5 und 6,5 Kilogramm, das der Gänse zwischen 4,5 und 5,5 Kilogramm. Auf der Roten Liste der gefährdeten Nutztierrassen in Deutschland, veröffentlicht von der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V. (GEH), wird die Leinegans als stark gefährdet (Gefährdungsstatus: Kategorie II) eingestuft.
- Deutsch: Steinbacher Kampfgans

Steinbacher Kampfgans
im Erlebnis-Zoo Hannover

Steinbacher Kampfgans
im Erlebnis-Zoo Hannover
[BAILLON, 1834]
- Deutsch: Kurzschnabelgans
- English: Pink-footed Goose
- Español: Ánsar Piquicorto
- Français: Oie à bec court
- Bokmål / Nynorsk: Kortnebbgås
- Íslenska: Heiðagæs
- Italiano: Oca zamperosee
- Lëtzebuergesch: Kuerzschniewelgäns
- Nederlands: Kleine Rietgans
- Bokmål / Nynorsk: Kortnebbgås
- Português: Ganso-de-bico-curto

Anser brachyrhynchus
in Longyearbyen, Spitzbergen

Anser brachyrhynchus
in Longyearbyen, Spitzbergen

Anser brachyrhynchus
in Longyearbyen, Spitzbergen
[LINNAEUS, 1758]
- Deutsch: Kleine Schneegans
- English: Lesser Snow Goose
- Español: Ansar nival
- Français: Oie des neiges
- Íslenska: Snjógæs
- Italiano: Oca delle nevi minore
- Lëtzebuergesch: Schnéigäns
- Nederlands: Kleine Sneeuwgans
- Bokmål / Nynorsk: Snøgås

Anser caerulescens caerulescens
im Weltvogelpark Walsrode

Anser caerulescens caerulescens
(dunkle Morphe)
im Tierpark Hellabrunn, München
[SEVASTIANOV, 1802]
- Deutsch: Kaisergans
- English: Emperor Goose
- Español: Ansar Emperador
- Français: Oie empereur
- Íslenska: Keisaragæs
- Italiano: Oca imperatrice
- Lëtzebuergesch: Käsergäns
- Nederlands: Keizergans
- Bokmål / Nynorsk: Keisargås
- Português: Ganso-imperador
[LINNAEUS, 1758]
- Deutsch: Schwanengans
- English: Swan Goose
- Español: Ansar Cisnal
- Français: Oie cygnoïde
- Íslenska: Svangæs
- Italiano: Oca cigno
- Lëtzebuergesch: Schwunnegäns
- Nederlands: Zwaangans
- Bokmål / Nynorsk: Svanegås
- Português: Ganso-cisne

Anser cygnoid
im GaiaZOO Kerkrade, Niederlande

Anser cygnoid
im GaiaZOO Kerkrade, Niederlande
Anser cygnoides f. domestica (Höckergans)
Die Höckergans ist die domestizierte Form der Schwanengans (Anser cygnoides). Sie wurden vermutlich im 19. Jahrhundert aus China oder Japan nach Europa eingeführt. Auffälliges Merkmal ist der Höcker auf dem Oberschnabel, der bei der Wildform nur schwach ausgeprägt ist und nur bei den männlichen Tieren vorhanden ist. Höckergänse haben eine trompetenartige Stimme und sind nur eingeschränkt flugfähig. Das Gewicht der Ganter kann bisi zu fünf Kilogramm erreichen, das der Gänse etwa vier Kilogramm. Damit sind sie wesentlich schwerer als die wilden Schwanengänse.
- Deutsch: Höckergans
- English: Domestic Swan Goose
- Español:Ganso cisne doméstico
- Français: Oie cygnoïde domestique
- Italiano: Oca cignoide domestica
- Nederlands: Chinese knobbelgans
- Português: Ganso-africano doméstico

Höckergans
im Greifvogelpark Saarburg
[LINNAEUS, 1758]
- Deutsch: Zwerggans
- English: Lesser White-fronted Goose
- Español: Ánsar Chico
- Français: Oie naine
- Bokmål / Nynorsk: Dverggås
- Íslenska: Fjallgæs
- Italiano: Oca lombardella minore
- Lëtzebuergesch: Zwerggäns
- Nederlands: Dwerggans
- Bokmål / Nynorsk: Dverggås
- Português: Ganso-pequeno

Anser erythropus
im GaiaZOO Kerkrade, Niederlande
[LATHAM, 1790]
- Deutsch: Streifengans
- English: Bar-headed Goose
- Español: Ansar Indio
- Français: Oie à tête barrée
- Íslenska: Taumgæs
- Italiano: Oca indiana
- Lëtzebuergesch: Sträifegäns
- Nederlands: Indische Gans
- Bokmål / Nynorsk: Stripegås
- Português: Ganso-de-cabeça-listada
Anser indicus
im Weltvogelpark Walsrode

Anser indicus
im Lindenthaler Tierpark in Köln
[CASIN, 1861]
- Deutsch: Zwergschneegans
- English: Ross's Goose
- Español: Ánsar de Ross
- Français: Oie de Ross
- Íslenska: Mjallgæs
- Italiano: Oca di Ross
- Lëtzebuergesch: Zwergschnéigäns
- Nederlands: Ross' Gans
- Bokmål / Nynorsk: Eskimogås
- Português: Ganso-de-ross

Anser rossii
im Kölner Zoo

Anser rossii
im Kölner Zoo
[LAWRENCE, 1846]
- Deutsch: Pazifische Ringelgans
- English: Black Brant
- Español: Barnacla de Lawrence
- Français: Bernache du Pacifique
- Íslenska: Vestræn margæs
- Nederlands: Zwarte Rotgan
- Português: Ganso-de-faces-pretas-boreal

Branta bernicla nigricans
im Kölner Zoo

Branta bernicla nigricans
im Kölner Zoo

Branta bernicla nigricans
im Kölner Zoo
[LINNAEUS, 1758]
- Deutsch: Kanadagans
- English: Canada Goose
- Español: Barnacla Canadiense
- Français: Bernache du Canada
- Íslenska: Kanadagæs
- Italiano: Oca canadese maggiore
- Lëtzebuergesch: Kanadagäns
- Nederlands: Grote Canadese Gans
- Bokmål / Nynorsk: Kanadagås
- Português: Ganso-do-canadá

Branta canadensis
am Kalscheurer Weiher in Köln

Branta canadensis
in Köln

Branta canadensis
am Kalscheurer Weiher in Köln
[BECHSTEIN, 1803]
- Deutsch: Weißwangengans oder Nonnengans
- English: Barnacle Goose
- Español: Barnacla Cariblanca
- Français: Bernache nonnette
- Bokmål / Nynorsk: Kvitkinngås
- Íslenska: Helsingi
- Italiano: Oca facciabianca
- Lëtzebuergesch: Nonnegäns
- Nederlands: Brandgans
- Bokmål / Nynorsk: Hvitkinngås / Kvitkinngås
- Português: Ganso-de-faces-brancas

Branta leucopsis
im Kölner Zoo
[PALLAS, 1769]
- Deutsch: Rothalsgans
- English: Red-breasted Goose
- Español: Barnacla Cuellirroja
- Français: Bernache à cou roux
- Íslenska: xxx
- Italiano: xxx
- Lëtzebuergesch: xxx
- Nederlands: Roodhalsgans
- Bokmål / Nynorsk: xxx
- Português: xxx

Branta ruficollis
im Allwetterzoo Münster
[VIGORS, 1833]
- Deutsch: Hawaiigans
- English: Nene or Hawaiian Goose
- Español: Barnacla nené
- Français: Bernache néné
- Íslenska: xxx
- Italiano: xxx
- Lëtzebuergesch: xxx
- Nederlands: Hawaiigans
- Bokmål / Nynorsk: xxx
- Português: xxx

Branta sandvicensis
im Kölner Zoo

Branta sandvicensis
im Kölner Zoo

Branta sandvicensis
im Naturzoo Rheine
Gefährdungsstatus gemäß IUCN:
EX - Extinct (ausgestorben) / EW - Extinct in the Wild (in der Natur ausgestorben) /
CR - Critically Endangered (vom Aussterben bedroht) / EN - Endangered (stark gefährdet) /
VU - Vulnerable (gefährdet) / NT - Near Threatened (potenziell gefährdet) / LC - Least Concern (nicht gefährdet)
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