Fachbegriffe aus der Tierwelt - K

Fachbegriffe aus den Bereichen Herpetologie, Ökologie, Systematik, Zoologie und Medizin

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Karnivoren

  • aus dem Lateinischen: "caro, Genitiv carnis" (Fleisch) und "vorare" (fressen, verschlingen)
  • deutsche Bezeichnung: Fleischfresser
  • Tiere, Pflanzen und Pilze, die sich hauptsächlich oder ausschließlich von tierischem Gewebe ernähren
  • Ähnliche Begriffe:

Karyotyp

  • aus dem Altgriechischen: "karyon" (Kern oder Nuss) und "typos" (Gestalt, Muster)
  • bezeichnet die Gesamtheit aller den Zellaufbau betreffenden Chromosomeneigenschaften eines Individuums oder einer Gruppe genetisch verwandter Individuen
  • zu diesen Eigenschaften gehören u.a. die Anzahl der Chromosomen und ihre Größe
  • die Analyse des Karyotyps kann verwendet werden, um
    • im Rahmen der Diagnostik Anomalien erkennen zu können, zum Beispiel das Turner-Syndrom oder das Down-Syndrom
    • beim Tieren Hinweise auf Verwandtschaftsverhältnisse erkennen zu können (Chromosomenevolution). Ähnlich wie an äußeren körperlichen Merkmalen oder an der Sequenz einzelner Gene, lässt sich auch an der Veränderung von Chromosomen im Lauf der Evolution die Stammesgeschichte nachvollziehen

Keimblatt

  • als Keimblätter bezeichnet man eine erste Differenzierung eines Embryos in verschiedene Zellschichten, aus denen sich anschließend unterschiedliche Strukturen, Gewebe und Organe entwickeln
  • Zweiseitentiere (und damit die meisten Tiere) sind dreikeimblättrig (triploblastisch), das bedeutet, sie bilden drei Keimblätter aus
    • Ektoderm (Außenschicht), woraus sich z.B. die Epidermis (Oberhaut), Haare, Krallen, Zähne, Sinnesorgane und das Nervensystem entwickeln
    • Mesoderm (Mittelschicht), woraus sich z.B. Knochen, Skelettmuskulatur, Herz, Nieren, Milz, Lymphgefäße und Blutgefäße entwickeln  
    • Entoderm (Innenschicht), woraus sich z.B. Leber, Pankreas, Schilddrüse, Harnröhre und der Atemtrakt mit Rachen, Luftröhre, Bronchien und Kehlkopf entwickeln
  • Nesseltiere und Rippenquallen sind zweikeimblättrig (diploblastisch), sie bilden mit Ektoderm und Entoderm nur zwei Keimblätter aus

Kinorhyncha

  • aus dem Griechischen: "kinema" (Bewegung) und "rhygchos" (Rüssel)
  • deutsche Bezeichnung: Hakenrüssler
    • Der Kopf ist von ungefähr fünfzig bis neunzig Haken oder Stacheln besetzt, daher die Bezeichnung Hakenrüssler
  • ein Stamm wurmartiger, wirbelloser Meerestiere, die zwischen 0,1 und 1,0 Millimeter groß werden

Kladistik

  • aus dem Altgriechischen: "klados" (Zweig)
  • ist eine Methodik der biologischen Systematik und Taxonomie auf der Basis der Evolutionsbiologie, die besagt, dass alle Organismen miteinander verwandt sind
  • die Darstellung der Verwandtschaftsverhältnisse erfolgt in Kladogrammen

Klima

Kloake

  • aus dem Lateinischen: "cloaca" (Kanal, Abfluss)
  • ein bei vielen Lebewesen vorhandener gemeinsamer Körperausgang für die Verdauungs-, Geschlechts- und Exkretionsorgane

Kommentkampf

  • ein Kampf zwischen zwei rivalisierenden Männchen (ggf. auch unter Weibchen oder Jungtieren) nach einem angeborenen artspezifischen Zeremoniell
  • dient der Revierverteidigung, der Festlegung der Rangordnung oder der Vertreibung von Fortpflanzungsrivalen und verläuft im Normalfall ohne ernsthafte Verletzungen
  • Beispiel: die Auseinandersetzungen zwischen männlichen Rothirschen während der Brunftzeit

KRL

  • Abkürzung für Kopf-Rumpf-Länge
  • beschreibt die Länge des Tieres von der Schnauze bis zum Kloakenspalt (also ohne Schwanz)
  • englische Bezeichnung: Snout–vent length (SVL)
  • ähnliche Begriffe sind

Kryptobiose

  • aus den Griechischen: "kryptos" (verborgen) und "bios" (Leben)
  • durch Kryptobiose sind Lebewesen in der Lage, ungünstige Lebensbedingungen für einige Zeit zu überdauern
  • Stoffwechselvorgänge und der Sauerstoffverbrauch werden drastisch reduziert
  • Kryptobiose ist insbesondere bekannt bei Bärtierchen, Fadenwürmern und Rädertierchen
  • Bärtierchen können mehr als ein Jahrzehnt extrem niedrige oder extrem hohe Temperaturen sowie radioaktive Strahlung überdauern

Kulturfolger




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